![]() |
Unser geschätzter Kollege Vargo hat sich die Mühe gemacht und Naughty Dog´s ersten Story-DLC "Left Behind" zum apokalyptischen Blockbuster "The Last Of Us" auf Herz und Nieren geprüft. Welche Inhalte ihm dabei besonders gefallen haben und welche Kritikpunkte er anbringen kann erfahrt Ihr nachfolgend in seinem ausführlichen Testbericht.
Left Behind, der erste DLC zum Apokalypsen-Epos The Last of Us, knüpft an wo der Prequel-Comic aufgehört hat. Zeitlich springt die Geschichte zwischen Handlungssträngen vor und während der Handlung von The Last of Us hin und her. Nachdem Joel bei einem Sturz schwer verletzt wurde, muss Ellie sich um ihn kümmern und Verbandsmaterial besorgen. Während ihrer Reise durch ein Einkaufszentrum, erinnert sie sich an den letzten Tag, den sie zusammen mit ihrer besten Freundin Riley verbracht hat.
Wie schon das Hauptspiel, besteht Left Behind aus vielen, sehr ruhigen Passagen, die letztlich unterbrochen werden durch Explosionen der Gewalt. Die Welt scheint in Ordnung zu sein, wenn Ellie und Riley einen Halloween-Laden durchstöbern und sich mit Gummimasken erschrecken oder sich wilde Duelle mit Wasserpistolen liefern. Man entwickelt zu den beiden Mädchen eine starke Bindung und man wünscht ihnen alles Glück der Welt, aber wer das Hauptspiel kennt, weiß, dass diese kleine Episode nur tragisch enden kann.
Anders als viele andere Spiele-DLCs der letzten Zeit, konzentriert sich Left Behind ganz auf die Geschichte und Charaktere und lässt die Action beinahe außen vor. Zwar kämpft man wieder gegen Infizierte und Wegelagerer, aber diese Abschnitte sind eher rar gesät. Dennoch gibt es eine Variation gegenüber dem Hauptspiel: Erstmals trifft man gleichzeitig auf Wegelagerer und Infizierte, wodurch man beide Gruppen gegeneinander ausspielen kann. Wirft man eine Flasche vor die Füße der menschlichen Feinde, kann man zusehen, wie sich ein Clicker auf sie stürzt. So kann man ein paar neue Taktiken ausprobieren und es hebt sich dadurch sehr schön vom Hauptspiel ab.
Die Grafik ist wie schon bei The Last of Us für ein Playstation 3-Spiel atemberaubend schön anzusehen, auch wenn der DLC kleinere Bugs aufweist. Diese äußerten sich allerdings nur in Zwischensequenzen, nicht im eigentlichen Spielfluss. Einmal kam es zu einer Animationsstörung zu Ellie, die aber rasch wieder verschwand und eine Zwischensequenz war geplagt von Verzerrungen. Davon abgesehen macht der DLC aber alles richtig.
Bemängeln könnte man höchstens die kurze Laufzeit von 2 Stunden, aber in dieser kurzen Zeit erlebt man große Gefühle, heftige Action und Charaktere die einem ans Herz wachsen. Außerdem bietet der DLC einen Blick auf eine noch nicht ganz so abgehalfterte Ellie, die noch nicht derart abgeklärt ist, wie später in The Last of Us. Die Investition von 15 Euro habe ich keine Sekunde lang bereut.
Wir möchten an dieser Stelle Vargo noch einmal ganz herzlich für seine Mühen danken und Euch erneut auf seinen großartigen Test zum Hauptspiel aufmerksam machen.